Wieder aufstehen! Wie meine Heimatstadt Düren!

Wieder aufstehen! Wie meine Heimatstadt Düren!

Memento Düren

Niederlagen machen dich stärker, wenn du gewillt bist wieder aufzustehen!

Neben dem Rathaus in meiner Heimatstadt Düren mahnt das Denkmal Memento seine Betrachter. Der Flammenengel stürzt vom Himmel herunter. Ein furchterregendes Bild offenbart sich vor meinem geistigen Auge. Diese Skulptur hat mich als Kind immer wieder beeindruckt. Erst viel später in der Schule habe ich die Symbolik verstanden: Memento erinnert an das Bombardement der Alliierten am 16. November 1944. In nur 21 Minuten wurde Düren zu mehr als 98 Prozent regelrecht von der Landkarte radiert.

Heute präsentiert sich Düren als Stadt vielleicht nicht mehr so schön, wie in ihrem ursprünglichen Zustand: Es gibt keine Altstadt, durch die man bummeln kann, so wie in Köln und anderswo. Du kannst in Düren auch nicht unbedingt die Nächte durchfeiern. Einfach deswegen nicht, weil es hier kaum Läden dafür gibt. Doch einmal im Jahr findet bei uns die Annakirmes statt, eines der größten Volksfeste Deutschlands mit über einer Million Besuchern. Düren ist multikulturell und hat ein offenes Herz. Von der Lage her spricht man vom „Tor zur Eifel“.

Ich bin gerne Bürger der Stadt Düren. Nach knapp 20 Jahren Abwesenheit beeindruckt es mich heute mehr denn je, dass diese Stadt die oben zerstörerische Katastrophe überstanden hat.

Düren hat sich nach dem Krieg nicht aufgegeben, sondern sich stattdessen pragmatisch wieder aufgebaut.

Ich selbst habe als Gründer und Unternehmer viele persönliche Horrorszenarien durch- und überlebt. Vielleicht liegt es unter anderem auch an der Dürener Mentalität? Am Boden liegen bleiben gibt es nicht. Weder ist das in Düren der Fall noch im Leben von Josh. Und selbstredend auch nicht im Unternehmertum. Aufstehen und weitermachen. Häufig nicht so glamourös, wie es manche Geschäftsleute gerne aussehen lassen, sondern im Gegenteil manchmal auch einfach und ganz schnörkellos, dafür beständig und verlässlich. So wie Düren.

Wie stehst Du zu Deiner Heimatstadt? Lass mich an deinen Gedanken teilhaben! Schreibe mir ins Kommentarfeld oder schicke mir deine Nachricht über mein Kontaktformular.

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Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Jürgen

    Als geborener Kölner hätte ich vor 20 Jahren nicht daran gedacht, dass Düren einmal meine Heimat wird.
    Arbeitsstätte ja, aber hier wohnen und leben? Eher nicht.
    Düren ist heute meine Heimat und ich fühle mich richtig wohl hier. Die einst unscheinbare Stadt mausert sich in vielerlei Hinsicht.
    Man spürt es überall, die Maßnahmen des Masterplans greifen und zwar für alle sichtbar. Radwege werden gebaut, der Verkehr aus der Innenstadt verlegt.
    Marktplatz und Kaiserplatz erneuert, Papiermuseeum erneuert, Außengastronomie aufgebaut……

    Zudem sind die Freizeitangebote riesig, wenn man alleine mal auf das Veranstaltungs-, Sport- und Kulturangebot schaut.
    Die Nähe zur Eifel, zu Belgien und den Niederlande ist ein weiterer Pluspunkt von Düren.
    In Köln ist man in weniger als 40 Minuten mit der Bahn. Nach Aachen geht es bei Bedarf noch schneller.

    Auch wenn es auf den ersten Blick nicht gleich sichtbar ist, es gibt zudem viele Menschen, die sich für diese Stadt engagieren.

    Mir stellt sich häufiger die Frage: Was gibt mir das Gefühl von Heimat? Was macht die Schönheit einer Stadt oder Region aus?
    Heimat ist da, wo du glücklich bist, heißt es in einem bekannten kölschen Lied. Letztlich sind es aber die Menschen, die mich zum Verweilen animieren. Freunde, Verwandte, Kolleginnen und Kollegen. Menschen, die positiv denken und was bewegen wollen oder einfach mal stillehalten. Und auf die kann man auch in Düren zählen.
    Düren ist für mich auch in diesem Punkt Heimat geworden!
    Hey Düren, du bes e Jeföhl!

    1. Coskun Tuna

      Lieber Jürgen, vielen Dank für deine Worte! Freue mich sehr darüber und finde mich darin wieder! In Düren gibt es viele Gesichter, die im Verborgenen für das Wohl unserer Stadt sorgen. Sie müssen nicht im Rampenlicht stehen. Ihre Taten tun es. Liebe Grüße Josh

  2. Heidi Moritz

    Düren ist in der Tat die am meisten zerstörte Stadt Deutschlands im 2. Weltkrieg. Die Annakirche ist aus Trümmersteinen aufgebaut worden. Am Burgauer Wald befindet sich ein grosser Hügel mit Schutt von den Räumungs-arbeiten. Die Dürener, die vorher eine hübsche reiche Stadt hatten, mussten wirklich aus dem Nichts alles wieder erschaffen. Es ist ganz gut gelungen. Einige Bausünden, z. B. das Provinzialhochhaus, würde ich mir wegwünschen. Die Fussgängerzone und der Markt mit unserem einmaligen Wochenmarkt mag ich gerne. Das Rathhaus…naja. Ich finde es schön, an der Rur Fahrrad zu fahren und im Burgauer Wald spazierenzugehen. Ich gehe gerne zum Fussball. Mit dem 1. FC Düren, den Sportfreunden im Grüngürtel haben wir z. B. tolle Vereine. Ebenso mit der Volleyball Mannschaft. Ich freue mich auf das neue Schwimmbad, es soll mehrere 500m-Bahnen geben. Was mir nicht gefällt ist das Techno-Festival am Badesee bis nachts um 4 Uhr. Dann bitteschön möchte ich auch wieder bis um 4 Uhr auf die Annakirmes gehen können. Gleiches Recht für alle. Die Technomusik schallt nämlich auch vom Badesee durch die ganze Stadt.

    1. Coskun Tuna

      Liebe Heidi, vielen Dank für dein Feedback! Ich bin froh, dass Düren neben all den sehr schönen Seiten, die jeder für sich persönlich in einem eigenen Blickwinkel sieht, auch hier und dort Reibung erzeugt. Für die jungen Menschen mag zum Beispiel genau das Techno-Festival am Badesee für Düren dazugehören. Entscheidend ist doch, dass wir für eine Kleinstadt wie Düren enorm vielseitig sind. Liebe Grüße Josh

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