Wer sollte gründen?

Wer sollte gründen?

Wenn mich junge Menschen fragen, wer für eine Gründung geeignet ist, dann bekommt jeder dieselbe Antwort: Jeder, der schon mal den Gedanken hatte, ein Unternehmen zu gründen, sollte auch gründen. Denn dieser Gedanke kommt nicht von ungefähr und ist wie ein Samen, der einmal gesät, anfängt Wurzeln zu schlagen. Je tiefer die Wurzeln in deinen Kopf hineinwachsen, desto mehr Kopfschmerzen wirst du haben, wenn du nicht dafür sorgst, dass deine Idee als Pflanze auch tatsächlich das Licht der Welt erblickt. Solltest du also den Gedanken im Dunkeln vergraben lassen, wirst du dir später in deinem Leben große Vorwürfe machen. Die Natur erwartet von dir, dem Gedanken, der Idee eine Chance zu geben. Nur so entsteht neues Leben. Werde also ein Schöpfer, wenn du einen Samen in der Hand hältst.

Wenn also jemand abwägt – weiter angestellt bleiben oder etwas eigenes starten – empfehle ich immer letzteres. Denn das ist eine Initialzündung – diesem Gedanken sollte jeder folgen. Unabhängig übrigens auch, wie alt die Person ist. Es gibt Kinder, die beginnen mit 12 Jahren selbst gemachte Limonade zu verkaufen. Es gibt aber auch Gründer, die erst in der zweiten Lebenshälfte auf die Idee kommen, ein Unternehmen zu gründen. Das Alter spielt keine Rolle und sagt auch nichts über die Qualitäten eines Gründers aus. Jedes Alter und jede individuelle Lebenserfahrung haben ihre eigenen Stärken und Schwächen. Du brauchst dich also daher nicht mit anderen vergleichen und messen. Sei du selbst und gehe deinen eigenen Weg.

Es kommt lediglich darauf an, auf seine innere Stimme zu hören. Als ich noch ein Kind war und als Erster im Viertel ein Fahrrad bekam, rief mir meine eigene Stimme zu, ich solle einen Fahrradverleih eröffnen. Da mir Murmeln ein passendes Zahlungsmittel zu sein schienen, machte ich mir mit ihnen die Taschen voll, während ich die anderen Kinder aus dem Block freudestrahlend mein gelbes Fahrrad im Kreis um ein Hochhaus herumfahren ließ. Der Deal war ganz einfach: Eine Murmel für mich bedeutete eine Runde mit meinem Fahrrad im Kreisel für den Nutzer.

Ich habe das Gefühl, dass in Deutschland viel zu spät damit angefangen wird, Kindern den Umgang mit Geld beizubringen, ihnen zu erklären, was Geld bedeutet, wann und woher das Geld kommt. Jedenfalls nicht aus Papas Tasche, sondern von weit her. In der Türkei und anderen Ländern geht man mit dem Thema offener um. Dort lernen Kinder auch viel früher, sich selbst zu versorgen. Als ich selbst noch Kind und in den Ferien in der Türkei war, habe ich gesehen, wie andere Kinder Sesamringe auf der Straße verkauft haben oder Schuhe putzten. Sie trugen zerrissene Kleider. Sie mussten dabei unterstützen, das notwendige Einkommen zu verdienen, um die Familie zu versorgen. Bilder, die sich in meinen Kopf gebrannt haben.

Das ist ein sehr krasses Beispiel, doch hier in Deutschland wird normalerweise über Geld nicht gesprochen – und wenn, dann nicht selten über den Mangel. Wenn Eltern ihren Kindern immer wieder erzählen, dass das Geld von vorne bis hinten nicht reicht, dann werden die Kinder darauf konditioniert und wenn sie älter werden reicht ihr Geld nie aus – selbst, wenn sie gut verdienen. Dann läuft etwas falsch. Das führt uns zur Frage:

Wer gründet nicht?

Es gibt natürlich auch viele Menschen, die den Forscherdrang der Kindheit verlieren, den Antrieb, Abenteuer erleben zu wollen, neue Dinge zu entdecken und auszuprobieren. Sie treiben durch die Bequemlichkeit der eigenen Komfortzone und einem Übermaß an Sicherheitsdenken ins Hamsterrad der Monotonie. Nur von einem gibt es einen Überschuss: Von der Unzufriedenheit. Dieser Schlag Mensch ist nicht prädestiniert zu gründen. Aber solche Leute kommen wahrscheinlich auch gar nicht ernsthaft auf den Gedanken.

Da die Gründung eines Unternehmens kaum Sicherheit bietet, du hast am Anfang kein Auffangnetz – nur in Ausnahmefällen wird aus finanzieller Sicherheit heraus gestartet – bist du komplett auf dich gestellt. Dieses Gefühl komplett auf sich allein gestellt zu sein macht vielen Angst, aber weckt auch eine unheimliche Kraft, die in jedem von uns innewohnt. Sie muss nur durch einen oder mehrere intensive Reize geweckt werden. Du kannst dich selbst verwirklichen, bist aber eben auch von deinen persönlichen Möglichkeiten und Qualitäten abhängig. Je nachdem, wie du dich positionierst, in welchem Umfeld du dich bewegst, ob du voller Energie, positiv gestimmt und mutig an die Sache gehst oder dich von kleinen Rückschlägen verunsichern lässt, wirst du durchhalten oder scheitern.

Ein Risiko ist so gut wie immer vorhanden. Und damit meine ich auch den finanziellen Schaden, denn du hast, wenn du scheiterst, Existenzängste und die Furcht, den Schaden nicht mehr regulieren zu können, Imageverlust, also den Reputationsschaden. Du weißt ja, alle haben es dir gesagt: “Du wirst scheitern.” Und tatsächlich, du kannst auch scheitern. Doch du kannst auch erfolgreich sein. Und allein diese Option ist der Grund den Schritt zu wagen!

In der Wendung “Du bist dein eigener Herr”, schwingen die Vorteile mit, die das erfolgreiche Unternehmertum mit sich bringen. Die Unabhängigkeit, die du gewinnst, wenn du selbstbestimmt dein Leben gestaltest. Du hast dadurch nicht mehr Freizeit – zumindest anfangs nicht. Denn vor allen Dingen hast du zum Start hin weniger Zeit, weil du viel mehr arbeitest als ein Angestellter und weniger verdienst. Doch wer sich durch diese Situation durchkämpft, die Tipps der erfahrenen Unternehmer beherzigt, auch aktiv den Kontakt zu diesen Personenkreisen sucht, kann nach hinten raus, die Vorzüge genießen. Es rechnet sich, wenn du Mitarbeiter hast, an die du Aufgaben delegierst und somit Herr über deine Zeit wirst.

Solltest du mehr über meine Sichtweise zum Gründer- und Unternehmertum erfahren wollen, lade ich dich hiermit herzlich ein mein Buch mit dem Titel „Sicherheit ist sekundär“ zu erwerben. Selbstverständlich kannst du mir aber auch hier gerne in die Kommentare eine Nachricht
hinterlassen oder eine Mail an mich schreiben oder mein Kontaktformular nutzen. Ich reagiere binnen drei Tage. Versprochen

Vielen Dank für´s teilen!

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING

Schreibe einen Kommentar

Mein aktuelles Buch

Sicherheit ist sekundär

Mein aktuelles Buch

Sicherheit ist sekundär