Trend oder Geschäftsidee?

Trend oder Geschäftsidee?

Hurra wir leben noch

Nachdem um die Jahrtausendwende die Dot.Com-Blase platzte und viele Internet-Unternehmen so schnell verschwanden, wie sie gekommen waren,
titelte eine Zeitung in ihrer Printausgabe über unsere Mitfahrzentrale mit dem Aufmacher „Hurra, wir leben noch“. Der Redakteur hatte uns mit einem Fotografen im Büro besucht, um über diejenigen zu berichten, die dem wirtschaftlichen Tod von der Schippe gesprungen waren.

Viele andere digitale Geschäftsideen hatten sich als Luftnummern erwiesen und sich infolgedessen aufgelöst. Im Web wuchsen die Listen gescheiterter
Startups. Die bekannteste Webseite, eine Art Gemeinschaftsblog, hieß „dotcomtod. com“, auf der sich Blogger anscheinend am Versagen der sogenannten
New Economy labten. Wir fürchteten, uns irgendwann selbst auf diesen Listen wiederzufinden. Denn immer wieder standen wir kurz vor dem Kollaps.
Trotzdem gelang es uns jedes Mal aufs Neue, Gelder zu akquirieren, um unser Unternehmen am Leben zu erhalten.

Der mittlerweile vergilbte Ausschnitt aus der Tageszeitung hängt heute eingerahmt an meiner Wand und erinnert mich immer daran, nie die Bodenhaftung
zu verlieren. Mehr denn je sind in katastrophalen Zeiten, wie jetzt in der Corona-Krise, Besonnenheit und Zuversicht gefragt. Erfahrungen spielen hierbei eine große Rolle. Sie bereiten dich auf wiederkehrende Ereignisse vor und verhindern, dass du in Panik gerätst und viele Fehler machst. Auch deinen Mitarbeitern gegenüber kannst du mit Besonnenheit und Zuversicht die nötige Stärke und Rückendeckung geben.

Wer sich an einem heißen Tee die Zunge verbrennt, pustet künftig auch über eine kalte Cola hinweg, bevor er zum Trinken ansetzt.

Wir steuerten damals unsere Mitfahrzentrale.de durch eine wirklich turbulente Zeit:

Mit dem Börsen-Crash gehörten die exzessiven Gründer-Parties in Deutschland der Vergangenheit an. Der Jubel der New Economy verstummte. Was
blieb, war Katerstimmung. Gründer und Investoren hatten viel Geld verbrannt. Das Image digitaler Geschäftsmodelle war in kürzester Zeit in den Keller gerauscht. Die sogenannte Volksaktie der Telekom floppte kolossal und kostete viele Menschen, die in Goldgräber-Stimmung ihr Erspartes einsetzten, um satte Erträge zu generieren, viel Geld und Nerven. Das Internet verhieß Wachstum, weil es unbegrenzte Skalierbarkeit bei vergleichsweise wenig Aufwand versprach.

Erlöse kämen schon zu einem späteren Zeitpunkt wie von allein, waren sich viele sicher. Wenn das Fundament der Nutzerschaft erst einmal groß genug sein würde. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Doch in diesem Fall starb sie wirklich. Die meisten Erlösmodelle der Internet-Ideen waren erst auf einen späteren
Zeitpunkt ausgerichtet. Wichtiger war es, zuvor mit großen Versprechungen und Blendwerk Geld an den Börsen einzusammeln. Wo immer Geld im Überfluss
vorhanden ist, wird es begleitet von dessen Geliebte, der Gier.

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