Sich den Problemen stellen, anstatt sie zu vermeiden

Sich den Problemen stellen, anstatt sie zu vermeiden

Sich den Problemen stellen, anstatt sie zu vermeiden

Wenn du vor Problemen fliehst, werden sie am Ende nur mehr

Es gibt Menschen, die unterlassen es, Dinge anzugehen. Aus lauter Angst da­vor, etwas falsch zu machen, kennen und leben sie nur die Vermeidung. Tage-und Nächtelang können sie nicht schlafen. Doch irgendwann kommt dann der Tag, an dem sie sich der Herausforderung stellen müssen. Sie stehen sie durch, manchmal sogar viel leichter als gedacht, und plötzlich fühlen sie sich nicht nur der Sache gewachsen, sondern wachsen darüber hinaus. Zu oft ma­chen wir die Herausforderungen größer als sie in Wahrheit sind. Das Gefühl danach ist unbeschreiblich und steigert einmal mehr das Selbstbewusstsein und vor allem den Erfahrungsschatz. Nur so kannst du anderen viele Schritte voraus sein und weiterkommen.

Solche Herausforderungen gab es in meinem Leben häufig. Ich habe mich schon als Kind in Situationen begeben, die ich lieber vermieden hätte. Teils bewusst, teils unbewusst. Heute möchte ich diese Situationen nicht missen, weil sie mich weiter gebracht haben.

Eines Tages fand ich mich als Realschüler der siebten Klasse für eine türki­sche Veranstaltung auf der Bühne wieder. Es gab eine Theater-AG und ich spielte für mein Leben gerne und war auch immer recht gut dabei. Doch von dieser besagten Veranstaltung war ich überhaupt nicht überzeugt. Meinem Lehrer hatten meine Bühnenleistungen immer gut gefallen und so überredete er mich, diese türkische Veranstaltung zu moderieren: „Mach du doch die Moderation, du sprichst Türkisch.“ Dass mein Türkisch unter aller Kanone war, schien ihn nicht zu interessie­ren. Ich habe fast ausschließlich Deutsch gesprochen und hatte auch fast nur deutsche Freunde. Ich willigte ein und fand mich also schließlich auf der Bühne wieder. Wie ein Auto, dem das Benzin ausgeht, stotterte ich in schwa­chem Türkisch meine Moderation herunter. Türkischstämmige Frauen, die auch meine Mutter gut kannten, bemitleideten meine Performance, zumin­dest hatte ich die ganze Zeit dieses Gefühl. Meine Ansprache war wirklich nicht gut. Für mich war es eine durch und durch peinliche Situation, in die ich hineingedrängt wurde.

Auf der anderen Seite stehe ich heute immer noch gerne auf der Bühne. Auch wenn das Lampenfieber mich zuvor immer im Griff hat, lohnt es sich und macht mir viel Freude. Ich habe daraus gelernt: Wo du dich hindurch­kämpfst, davon profitierst du später noch. Wenn die Mission, auf der du dich befindest, nur groß genug ist, dann gibt es keinen Grund, sich vor dem Risiko zu scheuen. Weder als Kind noch als Gründer noch als Unternehmer.

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