Künstliche Intelligenz soll Engpässe bei der Beschaffung von medizinischer Schutzausrüstung verhindern

Künstliche Intelligenz soll Engpässe bei der Beschaffung von medizinischer Schutzausrüstung verhindern

Bescheiduebergabe durch Wirtschaftsminister Professor Adreas Pinkwart an Toni Drescher, CEO der KEX Knowledge Exchange AG (2.v.r.) im Beisein von Thomas Müller, Vorstand der kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe (KVWL) als Vertreter der Bedarfsträger und Nicole Langrock, Geschäftsführerin von KI.NRW. Copyright: ©:MWIDE NRW / M. Hermenau

Die KEX Knowledge Exchange AG aus Aachen entwickelt in einem vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt gemeinsam mit seinen Forschungspartnern das Frühwarnsystem corona.KEX.net, das auf Basis von künstlicher Intelligenz zukünftig Engpässe bei der Beschaffung von medizinischer Schutzausrüstung verhindern soll.

Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart übergab heute einen Förderbescheid über rund 3 Mio. Euro an den Aachener Technologiedienstleister, der bei der Entwicklung eng mit Partnern aus dem Netzwerk der Kompetenzplattform Künstliche Intelligenz Nordrhein-Westfalen (KI.NRW) zusammenarbeitet.

Eine vorausschauende Anpassung der Liefer- und Wertschöpfungsketten von medizinischer Schutzausrüstung ist insbesondere in Pandemiezeiten Voraussetzung zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit verschiedenster Einrichtungen im Gesundheitswesen. Wie die Situation zu Beginn dieses Jahres zeigt, können Faktoren, die von den Bedarfsträgern nicht beinflussbar sind, schnell zu kritischen Engpässen bei der Versorgung u.a. mit Atemschutzmasken, Handschuhen, Schutzbrillen oder Desinfektionsmittel führen. Zu diesen limitierenden Faktoren zählen unter anderem internationale Handelsbeschränkungen oder lange Lieferzeiten bei gleichzeitig fehlenden lokalen Produzenten. Obwohl diese lokalen Hersteller in den vergangenen Monaten in NRW aufgebaut werden konnten, fehlt im deutschen Gesundheitssystem ein übergreifendes Ökosystem, das Bedarfsträger und Hersteller frühzeitig über drohende Engpasssituationen informiert. Ziel des Entwicklungsprojektes corona.KEX.net ist die Entwicklung eines Frühwarn- und Vorhersagesystems, das auf Basis von künstlicher Intelligenz Engpässe in der Liefer- und Wertschöpfungskette von entsprechenden Artikeln im medizinischen Bereich frühzeitig erkennt und damit das Einleiten entsprechender Gegenmaßnahmen erlaubt.

„Mit Frühwarnsystemen auf Basis Künstlicher Intelligenz können wir dazu beitragen, die Versorgungssicherheit medizinischer Einrichtungen zu sichern und unser Gesundheitssystem krisenfester zu machen.“, erklärt Wirtschaftsminister Professor Andreas Pinkwart. „Ich freue mich daher sehr, dass wir mit starken Partnern aus Nordrhein-Westfalen das in Deutschland bislang einmalige Projekt corona.KEX.net unterstützen können.“ so der Minister weiter.
Die übergreifende Zusammenarbeit steht auch für Toni Drescher, Vorstandsvorsitzender der KEX Knowledge Exchange AG und Initiator von corona.KEX.net, im Vordergrund: „Gemeinsam mit starken Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft werden wir die Digitalisierung von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zielgerichtet unterstützen, um das Gesundheitssystem bedarfsgerecht nicht nur in Pandemiezeiten zu stärken.“

Bereits durch die Etablierung der Kompetenzplattform Künstliche Intelligenz Nordrhein-Westfalen (KI.NRW) zeigt das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie den besonderen Stellenwert von künstlicher Intelligenz als Erfolgsfaktor für Unternehmen und Forschungseinrichtungen in NRW. KI.NRW unterstützt mit der Dachmarke „Flagships powered by KI.NRW“ vom Land geförderte Vorhaben als KI-Leuchtturmprojekte, um einen effizienten Technologietransfer und die enge Zusammenarbeit von Mittelstand, Start-ups, Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in NRW zu unterstützen. Im Rahmen der Schirmherrschaft von KI.NRW werden die innovationstreibenden Akteure und Kompetenzen vernetzt, die geförderten Vorhaben kommunikativ begleitet und der KI-Standort NRW durch die Vermarktung der Ergebnisse auf europäischer Ebene positioniert.

 
Bildrechte/Copyright: ©:MWIDE NRW / M. Hermenau

 

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