Gründerteams und Gründer: Einflüsse durch Dritte

Gründerteams und Gründer: Einflüsse durch Dritte

Wenn sich andere einbringen, kann das gut oder schlecht sein!

Probleme im Team werden in der Regel immer zu schlechten Zeiten erwartet. Wenn zum Beispiel die Umsätze einbrechen oder die Produktqualität nachgelassen hat und Schuldige dafür gesucht werden, schlägt das auf das Gemüt aller Beteiligten. Wann immer es also schlecht läuft, ist Stress zu erwarten, wenn dem Unternehmen die Kultur fehlt, professionell damit umzugehen. Aber auch in richtig guten Zeiten, wenn die Erlöse nur so sprudeln, kann es zu Streit und Zank kommen. Zum Beispiel genau dann, wenn es um Erhöhung von Ausgaben, Neueinstellungen oder Gehälter oder strategische Marschrichtungen des Unternehmens geht.

Dem muss natürlich nicht so sein. Ein professionell und vor allem respektvoll arbeitendes Team analysiert immer nüchtern die Lage und alle Teammitglieder bauen sich gegenseitig auf. Sie wägen offenherzig das Für und Wider einer Sache ab, bewerten in einem fairen Dialog die zu lösenden Probleme und kommen zu Entscheidungen, die sie dann im Anschluss auch wahrhaft gemeinsam nach außen vertreten, in guten wie in schlechten Zeiten.

Oft verkannt und unterschätzt ist grundsätzlich auch der Einfluss von außen. Damit gemeint sind die vermeintlich guten Ratschläge und Handlungsempfehlungen von besten Freunden, Familie und Ehepartnern. Es bleibt nicht aus, dass Informationen mit engen Vertrauten außerhalb des Unternehmens privat geteilt werden, in der Hoffnung, durch den Austausch nützliches Feedback und neue Impulse zu bekommen. Was manchmal klappt, kann aber auch gewaltig nach hinten losgehen. Außenstehende bekommen nur einen Bruchteil der Informationen, die sie bewerten können und können ergo auch nur stark gefilterte und verzerrte Ratschläge erteilen. Statt zu einer funktionierenden Lösung beizutragen, verstärken sie eher das emotionale Leiden und die Wut, die der Gründer in sich trägt.

Um zu vermeiden, dass am nächsten Tag im Büro die Post abgeht, ist meine Empfehlung:

Wäge doppelt und dreifach gut ab, ob es sinnvoll ist, die Arbeit mit nach Hause zu nehmen.

Du wirst zu Hause in der Regel immer die Unterstützung bekommen, die du hören willst, weil du dein Problem in deinem Sinne vorträgst. Man ärgert sich dann schließlich gemeinsam über den anderen Gründer und zerfleischt ihn gedanklich stundenlang und plötzlich ist alles schlecht an ihm. Wie der nächste Tag im Büro dann aussehen wird, ist relativ klar, oder?

Wenn ich nach Hause komme, möchte ich aber lieber mein Privatleben und meine Freizeit genießen und mich nicht mit meiner Frau über die Arbeit unterhalten. Auch wenn ich zugeben muss, dass es ein langer Weg und hartes Training war, bis ich gelernt habe, was ich für mich behalte und was ich teile.

In Fällen, in denen sich beruflich die Fronten stark verhärtet haben, sollte man neutrale Dritte einschalten und eine professionelle Mediation einberufen, anstatt private Ratschläge einfließen zu lassen. Hierzu habe ich einen Blogbeitrag verfasst, den ich dir gerne nahelegen möchte “Mediation vor Trennung“.

Ich selbst bin zwar kein ausgebildeter Mediator, habe aber über zwanzig Jahre als Gründer und Unternehmer, also auch als Führungskraft und Personalverantwortlicher, sehr viel Erfahrung gesammelt. Gerne stehe ich Dir und Euch zur Verfügung, wenn mein Rat als Außenstehender gefragt sein sollte.

Vielen Dank für´s teilen!

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