Die Angst vor dem Launch

Die Angst vor dem Launch

Die Angst vor dem Launch
v. L. n. R. Thorsten Kambach (Founder yeew) und ich, Josh (Co-Founder):

Kurz vor dem Start kommt die Panik! Das gehört dazu!

Mein derzeitiges Startup, die yeew GmbH, fühlt sich  im Moment an, als hätten wir in den letzten Monaten kräfteraubend Bäume im nahegelegenen Wald gefällt, um daraus schweisstreibend ein Boot zu bauen, das nun im Hafen angebunden ist und gemütlich das ruhige Wasser liebkost.

Die Ladung an Bord, die Besatzung mit letzten Handgriffen zugange. Hier noch etwas Farbe, dort noch eine Schraube. Wir haben uns mühevoll vom Groben ins Kleine vorgearbeitet und sind nun soweit das Abenteuer anzutreten. Der Aufbruch zu neuen Ufern kann beginnen!

Doch wird die Liste der Kleinigkeiten, die noch zu erledigen sind, länger und länger. Etwas verzögert den Start. Es scheint, als würde man selbst das Auslaufen des Bootes verhindern.

Ein Erfahrung, die ich schon so viele Male erlebt habe und immer wieder erleben werde. Zumindest solange ich Abenteurer bleibe.

In meinen Träumen zu yeew, die vor vielen Monaten begannen, sah ich mich bereits in voller Fahrt auf See. Erfolgreich mit der Crew Strände entdecken und Waren tauschen. Nun ist es soweit.

Nicht die Liste ist das Problem, sondern die Angst, nicht sicher zu sein, ob das Boot nur im Hafen schwimmt und die ersten Wellen das Boot nicht gleich zum Kentern bringen.

Diese Sorge, gar Furcht, kennen viele Gründer, auch erfahrene Unternehmer, die vor dem Launch eines neuen Geschäfts oder Produkts stehen. Während man die ganze Zeit zuvor Feuer und Flamme ist und in einem regelrechten Wahn davon ausgeht, dass die ganze Welt das Produkt oder die Leistung braucht, kann es kurz vor dem Start zu einer umgedrehten Gefühlslage kommen. Alles scheint zu kippen und  erste Zweifel an der Sache tauchen auf.

Ich, für meinen Teil, kann beruhigen. Das ist absolut normal. Halte dich nicht zu lange damit auf, damit es dich nicht verschlingt und in endgültig in seinen Bann zieht.

Gehe das Risiko ein, dass es noch Schwächen und Fehler im System gibt. Du musst dich dem Schrecken stellen, sonst quält es dich. Wenn du dich der Sache gestellt hast, wirst du Tage und Wochen später feststellen, dass du schon längst auf voller Fahrt bist, statt im Hafen schlotternd abzuwarten.

Wenn ich nie die Leinen löse und die Besatzung nicht die Segel hisst, arbeiten wir auf ewig nur die Angstliste ab und nur ein Boot im Hafen. Nur gut, dass wir richtige Abenteurer sind! Bald, sind wir auf See. yeew ahoi!

Vielen Dank für´s teilen!

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