19 Punkte an denen Gründer scheitern können

19 Punkte an denen Gründer scheitern können

Scheitern gehört zum Leben dazu und führt unweigerlich zu Veränderungen und bestenfalls zu Verbesserungen. Wir lernen also im Idealfall daraus und machen es beim nächsten Mal auch hoffentlich besser. Das ist eine schlichte Wahrheit, auch wenn sie oft schmerzt. Sie gilt nicht nur für Unternehmen, Unternehmer u. Gründer, sondern auch für den Privatmenschen. Man kann aus einer Vielzahl von Gründen vor dem Aus stehen: Geldmangel, interne Streitigkeiten, ein sich plötzlich verändernder Markt und viele andere Gründe. Mit der folgenden Übersicht habe ich für dich die bekanntesten Gründe, die ein Scheitern verursachen, aufgelistet. Vielleicht sind nützliche Erkenntnisse für dich dabei.

1. Falsche Preisgestaltung
Ein Produkt oder eine Dienstleistung kann noch so gut sein, wenn der Preis nicht stimmt, kann dich das aus der Bahn werfen. Nicht immr hast du dann noch die Zeit die Preise anzupassen und selten gibt es eine zweite oder dritte Chance erneut beim Kunden vorstellig zu werden. Versuche also sehr früh schon sauber zu kalkulieren und halte die früh Ohren offen, damit du rechtzeitig mitbekommst, ob du evtl. nicht nur zu hoch liegst, sondern vielleicht sogar zu niedrig. Denn es gibt auch Produkte, die du je nach Klientel und Produktvertrauen nicht zu niedrig ansetzen darfst. Es gab schon Tests bei denen sehr hochwertige Produkte zu einem Ramschpreis nicht verkaufbar waren, weil die Kunden dachten, es könne mit dem Produkt etwas nicht stimmen. Nimm dir die Zeit für eine nüchterne Betrachtung der Marktsituation, der Kosten und bewerte den finanziellen Status deiner Zielgruppe. Kann das stimmen, was du verlangst? Versuche dich auch ruhig an den ersten Kunden und bringe etwas Spielraum mit.

2. Das Team passt nicht zusammen
Die Gründerszene ist dynamisch, vital und flexibel, doch manche Teams hätten sich besser nicht dauerhaft aneinanderbinden sollen. Unterschiedliche Vorstellungen von dem richtigen Weg, Diskrepanzen wegen notwendigen Investitionen und persönliche Differenzen sind nur drei Beispiele dafür. Aus eigener, leidvoller, Erfahrung weiss ich, dass ein gut harmonierendes Team, eine unspektakuläre Geschäftsidee zum Fliegen bringen und ein zerstrittenes Team ein tolles Produkt regelrecht pulverisieren kann. Dieser Punkt ist mir so wichtig, dass ich hierzu in meinem Buch „Sicherheit ist sekundär“ ein ganzes Kapitel (Über Teams, S. 71) gewidmet habe. Darin gehe ich insbesondere auf das von mir erdachte Konzept eines „Team Agreements“ ein, in dem sich alle Beteiligten eines Gründungsteams untereinander für- und zueinander einstimmen müssen, wenn sie ihre Geschäftsidee erfolgreich machen wollen.

3. Das Geld wird knapp
Vor allem am Anfang musst du Geld in dein neues Unternehmen investieren. Vertriebswege, Marketing, Prototypen von Produkten, Forschung und Entwicklung … die Kostenpunkte sind so vielfältig wie deine Träume vom Durchbruch. Wenn all dies mehr kostet, als du eigentlich veranschlagt hattest, kann das Geld zu schnell knapp werden und die Finanzierung bricht zusammen. Und genau das kommt schneller als du erwartet hattest. Denn es gibt immer unerwartete Kostenpunkte, die urplötzlich bei dir aufschlagen können: Unterlassungsklage, Rechtsberatung, Steuern, Abfindungen und Schadensregulieren, uvm… Stell dich also darauf ein, immer einen guten Puffer einzuplanen. Wähne dich nie sicher in deiner Finanzplanung.

4. Das Endprodukt stimmt nicht
Jeder Prototyp hat Potenzial für Verbesserungen und wirklich gute Innovationen entstehen step by step. Doch wenn das finale Produkt zum Zeitpunkt der Markteinführung noch Mängel aufweist oder einfach nicht gut konzipiert ist, kann dies das Aus bedeuten. Der Markt ist umkämpft und jeder neue Bewerber muss sich zuerst einmal beweisen. Es heißt oft, dass man auch mit einem noch unreifen Produkt loslegen und im Laufe der Zeit Verbesserungen vornehmen kann. Das ist schon richtig und kann funktionieren. Hängt aber immer davon ab, um was für ein Produkt es sich handelt. Hast du etwas entwickelt, dass du in Massen, bzw. in hohen Stückzahlen herstellen musst, dann solltest du in der Produktentwicklungsstufe und in der Qualität auf keinen Fall die Fünfe grade sein lassen. Planst du allerdings mit einer Online-Plattform loszulegen, kann das schon wiederum anders aussehen. Da reicht es oftmals tatsächlich, dass die Basisfunktionen einwandfrei laufen müssen. Viele kleiner Baustellen kannst du dann in den nächsten Schritten glattziehen. Generell gilt jedoch: je ausgereifter, desto bessere Chancen.

5. Die Strategie fehlt
Es muss nicht immer am Anfang ein Plan erarbeitet werden, der die Richtung vorgibt. Aber eine Strategie kann dir helfen den roten Faden nicht aus den Augen zu verlieren. Eine geniale Idee alleine garantiert nicht zwangsläufig den Erfolg. Strategie ist eine sehr feinfühlig anzugehende Methode und sollte im Idealfall auch das Storytelling beinhalten. Was für eine Geschichte kreierst du für dein Vorhaben. Geht es schlichtweg nur darum von einer neu erfunden Seite zu reden und sie strategisch mit knallharten Fakten auf den Markt zu bringen oder magst du lieber davon reden, wie es zu dieser neuartigen Entwicklung kam und unter welchen Umständen sie den Weg in die Herstellung und den Handel fand? Wie positionierst du dich dabei und welchen Weg mit welchem Image willst du gehen? Eine Strategie braucht nicht millimetergenau notiert werden. Sie sollte jedoch im Groben klar umrissen sein und äußerst akribisch eingehalten werden. Korrekturen sind zu machen, wenn nötig. Hast du keine Strategie, wirst du wie ein Blatt im Wind hin und her flattern und schließlich irgendwo landen. Wenn du richtig Pech hast, dann dort, wo du überhaupt nicht hin wolltest.

6. Der Markt ist bereits gesättigt
Ein Produkt – egal ob einzelner Kaufartikel oder Dienstleistung – kann nur erfolgreich sein, wenn es eine gewisse Neuerung mit sich bringt. Etwas, das in ähnlicher Ausführung bereits seit Jahren existiert, wird wahrscheinlich keinen durchschlagenden Erfolg bringen. Grund: Der Markt ist einfach bereits gesättigt durch die Produkte der Konkurrenz. In der Regel ist das so. Dennoch hast du natürlich fast immer die Chance in einem gesättigten Markt durch Verbesserungen einen Weg hineinzufinden. Aber bedenke, dass etablierte und große Marken, das einen Zeit lang angucken und dann nachziehen können. Dann ist deine agile neue Idee, die den etablierten Markt aufmischen wollte, schnell von den Großen kopiert. Die nehmen da keine Rücksicht drauf. Wenn du also vorhast in einen gesättigten Markt einzudringen, muss das schnell und mit einem schmerzhaften Stich ins Mark der etablierten erfolgen. Dann kannst du sie evtl. sogar als Partner oder als potenziellen Käufer für dich gewinnen. Ansonsten musst du damit rechnen, dass dein erster Erfolg nur kurzfristig sein könnte. Vielleicht aber auch nicht einmal das, weil das Vertrauen von Kunden in manche Produkte über Jahrzehnte stabil geprägt ist.

7. Eine unzulängliches Marketing
Das Marketing wird von vielen Gründern unten auf der Prioritätenliste angesiedelt. Das ist jedoch ein grober Fehler: Das richtige Marketing erschließt dir erst die Vertriebswege, die vor allem am Anfang so dringend notwendig sind. Investiere daher in kluge Kampagnen und Networking, um das Produkt bestmöglich zu verkaufen und die Vorzüge hervorzuheben! Ein Produkt verkauft sich selten von allein. Du musst also dafür die richtigen und vor allem finanzierbaren Werbetrommeln rühren. Wenn du nicht gackerst, wird keiner von deinen Eiern erfahren.

8. Der Fokus ist nicht ausgeprägt
Inspirationen und Visionen sind etwas Wunderbares und ohne sie kommt es auch gar nicht erst zur Gründung eines neuen Unternehmens. Wichtig ist jedoch, dass der Fokus auf der Idee bleibt, die am vielversprechendsten ist. Ein Wirrwarr an Vorhaben, Plänen und Produktideen schafft Chaos und verringert die Chance, dass es eins der Produkte wirklich zum Erfolg schafft. Wer am Anfang nicht alle Kräfte bündelt, verzettelt sich schnell und steht vor dem Aus. Wenn du vier Projekte angehst und deine Energie und Ressourcen dementsprechend aufteilst, bleibt der Erfolg der einzelnen Projekte auch maximal nur bei der Energie, die du reinsteckst. Da ist es auf jeden Fall sinnvoller 100% in eine Sache reinzustecken. Ich selbst unterlag viele Jahre als junger Gründer auch diesem Irrtum. Je mehr Projekte, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass wenigstens eines davon erfolgreich wird. Pustekuchen. Alles vertane Mühe. Fokussiere dich auf das Eine, wenn es eine wahrhaftige Chance hat. Du kannst nicht alles machen, zumindest nicht gleichzeitig. Hast du viel Kapital und ist deine Existenz gesichert, kannst du natürlich einzelne Projektteams für dich arbeiten lassen. Wenn du aber noch lange nicht soweit bist, dann verzettle dich bloß nicht.

9. Der Gründergeist fehlt
Die Unternehmensgründung- und Entwicklung gleicht der Erziehung eines Babys. Du musst sehr, wirklich sehr viel Zeit und Energie hineinstecken, um Erfolg haben zu können. Wenn dir bereits am Anfang der Enthusiasmus und die echte Begeisterung fehlen, kommt es erst gar nicht zu den nächsten Schritten, die angegangen werden müssen. Das Feuer muss durchgehend brennen, damit das Start-Up lebendig bleibt. Wie oft bin ich schon Gründern begegnet, die jahrelang mit ihrer Idee schwanger durch die Landschaft ziehen und auch oft mit Begeisterung darüber reden. Aber eben immer „nur darüber reden“. Mehr passiert nicht. Was für eine Zeitverschwendung. Vor allem aber auch eine Verschwendung von Lebensenergie. Ihnen fehlt der Spirit etwas zu erschaffen. Wenn der Gründergeist nicht existiert, wird es nicht klappen. Halte diesen Spirit am Brennen. Träume von fast unerreichbaren Zielen, weil sie dich antreiben. Kleine Ziele halten dich klein und Ort und Stelle fest.

10. Der falsche Zeitpunkt
Dieser Grund besonders bitter: Es war einfach das falsche Produkt zur falschen Zeit am falschen Markt. Wenn wenige Monate zuvor bereits die etablierte Konkurrenz ein neues Produkt herausbrachte, das deinem sehr ähnlich ist, sinken deine Chancen auf Erfolg rapide. Du hast alles richtig gemacht, aber der richtige Zeitpunkt gehört zum Erfolg genauso dazu, wie alles andere. Es kommt auch oft vor, dass manch mit ihrer Idee viel zu früh sind. Das weiss man natürlich nicht immer. Denn oft geht man als Gründer von sich selbst und seinem nahen Umfeld aus, dem man von der Idee begeistert erzählt hat und alle fanden es toll. Dann ist plötzlich der Tag X gekommen und keine Sau im Markt interessiert sich für dein Vorhaben, bzw. versteht noch nicht den Sinn dahinter. Wenn du dann nicht liquide genug bist und dir Umsätze fehlen, um eine gewissen Zeit zu überstehen, kannst du leider schon wieder die Bühne verlassen, noch bevor dein Publikum den Saal gefüllt hat. Mir selbst ist das Jahr 2014 sehr gut in Erinnerung geblieben. Wir waren mit einer neuartigen Werbeform gestartet, die auf einer selbst entwickelten Technologie basierte (Native Advertising). In diesem Jahr gelang es mir in einem Millionenmarkt nur klägliche 50.000 Euro Werbebudget zu erwirtschaften. Kaum ein Verlag und kaum ein Werbekunde schien sich wirklich dafür zu interessieren. Wir konnten jedoch die Zeit aufbringen und hatten glücklicherweise noch genug finanzielles Polster, um weiterzumachen. Ein Jahr darauf lag unser Umsatz bei 1.4 Mio. Euro. Drei Jahre später waren wir dann schon achtstellig.

11. Die Konkurrenz ist zu stark
Wenn du dir nicht gerade eine Marktnische ausgesucht hast, wird dein Start-Up möglicherweise gegen viele Konkurrenten bestehen müssen. Deren Ideen, Visionen und Strategien können so erfolgreich sein, dass du letztendlich aus dem Mark herausgedrängt wirst. Die Gefahr dafür ist besonders groß, solange sich dein Start-Up noch nicht etablieren konnte. Es gibt kaum einen Bereich, in dem du ohne einen einzigen Mitbewerber agieren können wirst. Stell dich also darauf ein, dass du mindestens einen Konkurrenten haben wirst. Schlimmer, wenn es mehr sind. Und sie alle können es dir sehr schwer machen. Größe spielt dabei nur bedingt eine Rolle. Ein großer Gegner muss viel mehr Geld wälzen, als einer kleiner Player, und hat dadurch größere Lücken, wenn es mal schlecht läuft. Ein kleiner Anbieter jedoch hat oftmals nicht genug finanzielle Mittel, um vertrieblich und werblich große Schritte zu machen. Fakt ist jedoch, dass Wettbewerb aber auch ein unheimlicher Antrieb sein kann und das Feuer anheizt, das man braucht um die Kessel des eigenen Unternehmens auf Hochtouren am Brennen zu halten. Aber Vorsicht! Schaust du zu sehr darauf, was die Konkurrenz macht, läufst du Gefahr dich ihnen anzugleichen. Versuche selbst eigene Wege zu gehen. Sollen sich die anderen nach dir orientieren. Dann hast du bessere Chancen.

12. Die Kundenbedürfnisse stehen am Rande
Dieser Punkt ist einer der wichtigsten: Wenn die Bedürfnisse deiner Kunden nicht im Mittelpunkt stehen, hat jedes noch so innovative Produkt ein Problem. Denn: Menschen kaufen ein Produkt nur, wenn sie sich einen konkreten Nutzen davon versprechen. Ist das bei einem neuen Artikel nicht der Fall, weil er nicht klar genug den Kundenbedürfnissen entspricht, landet er im Aus und damit auch das Unternehmen. Mehr braucht es bei diesem Punkt nicht auszuführen.

13. Die Produkteinführung erfolgt zu schnell
In der Tat, das gibt es auch. Wenn die Entwicklung abgeschlossen ist und die Tests alle gut verlaufen sind, brennt die Ungeduld vermutlich. Das Produkt soll endlich auf den Markt und sich beweisen können. Ein verfrühter Start kann jedoch den Erfolg zunichtemachen. Das Marketing und der Vertrieb sollten zuerst ausgetüftelt werden, auch die Kommunikation mit Kunden muss geplant sein. Auch müssen die Preise stimmen, die Verhandlungen dafür abgeschlossen sein, das alles kann unter Umständen mehr Zeit brauchen, als einkalkuliert. Die Zahnräder greifen nicht ineinander und laufen ins Leere. Das wiederum kostet Geld und Kraft. Wer hier überstürzt handelt, könnte also sein Start-Up an die Wand fahren.

14. Die Räumlichkeiten sind unpassend
Um erfolgreich zu sein, muss genug Platz für alle notwendigen Prozesse vorhanden sein. Ob Tests, Forschung und Entwicklung oder Arbeitsplätze für mehr Mitarbeiter: Eine dichte Enge verursacht zuerst Unbehagen, steht aber auch der Entwicklung im Weg. Wenn der Verkauf und Vertrieb an Ort und Stelle stattfinden soll, muss die Location eventuell zudem repräsentativ sein. Das hängt natürlich von der Kundschaft und dem Produkt ab. Wer in einer Industrieruine Hygieneprodukte anbieten will, erntet sehr wahrscheinlich Ablehnung und Misstrauen. Andersrum kann man natürlich den Fehler machen zu groß zu planen. Für mein allererstes Unternehmen Ende 1999 mieteten wir zu zweit über 280qm Bürofläche an. Wir waren felsenfest davon überzeugt, dass unser Unternehmen sehr erfolgreich wird und die Mitarbeiterzahl rapide ansteigen würde. So war natürlich schnell die Miete eine enorme Belastung und ehe wir uns versahen, ging uns zeitnah die Kohle aus. Je flexibler du bist, desto wendiger kannst du sein, falls du größere Flächen brauchst. Achte darauf, dass du dem Produkt, bzw. der Dienstleistung passend deine Räumlichkeiten auswählst.

15. Vorschriften und Bürokratie
Gesetzte regeln viele Details der Selbstständigkeit und Gründung sehr genau. Eine Missachtung von Vorschriften wie denen im Bereich Arbeitszeit, Brandschutz oder Buchhaltung kann dir schnell ernste Probleme bereiten. Auch Geldstrafen sind dann keine Seltenheit, was für ein Start-Up eine schwere Bürde wäre. Wir können froh sein, dass es Regelungen und Gesetzwerke gibt. Ohne sie wäre Chaos und eine gewisse Wildwest-Manier an der Tagesordnung. Aber dennoch solltest du dich immer früh und vor allem sehr konsequent um die rechtlichen Themen kümmern, die zu bewältigen hast. Fasse immer nach, sei ungeduldig und insistiere fortwährend. Jeder Tag, an dem du früher den erhofften Bescheid bekommst, ist ein gewonnener Tag. Lässt du hier die Zeit verrinnen, kann sich das für dein Unternehmen und dein Vorhaben rächen. Brauchst du zum Beispiel Freigaben für den Produkt, bevor du damit auf den Markt darfst, dann bleibe da verbissen dran. Jeder Minute zählt, an dem du hier zu deinem normalten Arbeitsprozess zurückkehren kannst.

16. Burnout und Erschöpfung
Visionen und Entwicklung brauchen Zeit und Energie, doch wenn Gründer einen Burnout bekommen, ist niemandem gedient. Eine extreme psychische Überlastung kann vor allem in der Anfangszeit durchaus auftreten. Ich weiss gar nicht, wieviele Burnouts ich wohl gehabt habe, ohne es zu wissen, weil ich einfach nur funktionieren musste. Es hat viele Jahre gedauert und mich viel meiner Gesundheit gekostet, bis ich lernte, dass meine Gesundheit das allerwichtigste ist, um mein Vorhaben zum Erfolg zu führen. Deine Idee kann noch so genial sein. Wenn du krank wirst, kannst du sie nicht zum Erfolg führen. Verrenne dich also nicht verbissen in ausweglose Situation. Arbeite hart und viel, aber achte auf Signale. Du wirst sie schon merken. Es kann sich anfühlen wie ein Ziegelstein im Bauch oder ein Zwicken unter der Haut. Kopfschmerzen, Übelkeit und Lustlosigkeit uva. Signale, die du definitiv nicht übersehen oder überhören können wirst. Die Frage ist nur, ob du willens bist, dich darauf einzulassen geschickter vorzugehen. Halte feste Rituale ein. Frühstück mit Familie, Laufen, Tennis, Training, was auch immer. Du brauchst diese Momente. Sie müssen ein Teil deines unternehmerischen Wirkens sein.

17. Das Pivoting stimmt nicht
Pivoting ist für Start-Ups besonders wichtig: Das Geschäftsmodell beruht auf Kennzahlen und Kundenfeedback, letzteres kann Kursänderungen hervorbringen. Klar, denn ein schlechtes Feedback ist etwas, auf das du schnell reagieren solltest. Wenn Pivoting, also die Auswertung all dieser Werte, vernachlässigt wird, kommt dein Start-Up schnell vom Kurs ab und verliert die Erfolgsstrategie. Sei emotional in der Umsetzung, aber sachlich in der Analyse. Beherzige die Feedbacks und sammle sie. Zähle sie und gebe ihnen eine Gewichtung. Aber niemals ignorieren.

18. Netzwerke werden unterschätzt
Netzwerken ist wichtig, vor allem für junge Unternehmen und ihre Gründer. Investoren oder Geschäftspartner bieten solche Netzwerke oft, diese solltest du auch nutzen. Wer sich dem verweigert und nur auf eigene Kontakte setzt, verbaut sich viele Möglichkeiten und scheitert letztendlich daran. Verbrenne keine Erstkontakte. Ein heute unverhofft „unnützer“ Kontakt kann morgen schon über einen gewichtigen Auftrag bei dir entscheiden. Begegne jedem mit Respekt und vor allem mit Verlässlichkeit. Dem Thema Netzwerken habe ich große Abschnitte in meinem Buch „Sicherheit ist sekundär“ gewidmet. Vor allem empfehle ich dir das Kapitel „Das Sicherheitsnetz eines Unternehmers“ auf Seite 111.

19. Zuständigkeiten führen zu internen Konflikten
Wo mehrere Gründer zusammenarbeiten, gibt es oft verschiedene Meinungen über die richtige Strategie. Wenn Zuständigkeiten vorher nicht klar festgelegt werden, überschneiden sich Bereiche und werden zu einem Potenzial für echte Konflikte. Dieser Punkt ist äußerst wichtig! Wie schon anfangs beleuchtet, ist es von sehr großer Bedeutung das Team auf eine gemeinsame Spur zu bekommen. Vor allem das Überkreuzen von Zuständigkeiten und Aufgaben ist eine sehr gefährliche Angelegenheit. Es gibt immer einen, der ein größeres Ego hat und immer einen, der nicht zwischen persönlicher und sachlicher Auseinandersetzung unterscheiden kann, usw… Das kann im Laufe der Zeit zu vielen kleinen schwelenden Brandherden führen, die dann zum ungeeignetsten Punkt zu einem Großflächenbrand ausarten. Falls dieser Punkt für dich eine sehr große Gewichtung hat, kann ich dir mein Buch „Sicherheit ist sekundär“ Kapitel (Über Teams, S. 71) empfehlen. In diesem Kapitel behandle ich ausführlich dieses Thema, weil ich hierzu sehr viele und schmerzhafte Erfahrungen sammeln musste.

Solltest du weitere Fragen oder Anregungen haben, kannst du mir hier gerne in die Kommentare eine Nachricht hinterlassen. Selbstverständlich kannst du mir auch eine Mail an mich schreiben oder mein Kontaktformular nutzen. Ich reagiere binnen drei Tage. Versprochen

Vielen Dank für´s teilen!

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING

Schreibe einen Kommentar

Mein aktuelles Buch

Sicherheit ist sekundär

Mein aktuelles Buch

Sicherheit ist sekundär